Westlake – Ein Kundenportrait von Berchtold Reisen aus Kempten

Der WAU-Effekt: effizientes Busreifenmanagement in der Praxis

Busunternehmer hatten es nicht leicht in Zeiten von Corona. So auch das seit 1924 in Kempten ansässige familiengeführte Busreiseunternehmen Berchtold. Es verfügt über eine Flotte von 10 Linienbussen und 10 Fernreisebussen der Marken Mercedes und Setra.

Wer wie Berchtold lokal langfristige Linienverkehrsdienste bedient, konnte teilweise zusätzliche Fahrten zur Entzerrung von Fahrgastaufkommen durchführen. „Das konnten wir mit den pandemiebedingt stillstehenden Fernreisebussen abdecken, aber natürlich ging auf den weiten Strecken nichts“, erklärt Werkstattleiter Fridolin Herb. Bei künftigen Fahrten sei außerdem nicht die volle Auslastung möglich. Für Busunternehmen wichtige Gründe, den Reifenbedarf wirtschaftlich und effizient zu managen. Produktberater Robert Merk von der Pneuhage Filiale in Kempten unterstützt Berchtold Reisen dabei seit vielen Jahren.

Eine seiner Empfehlungen waren die Busreifen von Westlake. Aktuell sind auf der Nachlaufachse bei einem Reisebus Reifen mit dem Profil WSR1 in der Größe 315/80R 22.5 montiert. Sie kamen zuvor aber auch schon bei einem Doppelstock-Bus auf der Lenkachse zum Einsatz. Dirk Gleinser vom zentralen Pneuhage-Produktmanagement erklärt: „Die Neuentwicklung WSA2 von Westlake wurde für die Übertragung von Lenkbewegungen nochmals deutlich optimiert. Durch eine neue Profilgestaltung und Lamellentechnik bietet der Reifen auch eine deutliche Steigerung der Traktionsleistung über den gesamten Lebenszyklus.“

Bei einem Stadtbus läuft aktuell auf der Vorderachse das Modell WAU1 in der Größe 275/70R 22.5. Er kommt aber aufgrund seines guten Traktionsverhaltens auch auf der Antriebsachse zum Einsatz. Dirk Gleinser kennt die Herausforderungen: „Speziell der Linienverkehr bedeutet für Reifen in allen Radpositionen eine erhöhte Beanspruchung. Es besteht zum Beispiel beim Befahren der Haltebuchten die Gefahr, dass die Flanke am Randstein entlang rutscht oder der Reifen gar unsanft darüber holpert. Für die Entwicklung der Westlake WAU1 Busreifen Urban Master wurde daher speziell für den Einsatz in der Stadt die Karkasse sehr stabil gebaut und die Flanke entsprechend verstärkt. Ein Seitenwand-Indikator zeigt zudem an, wenn die Toleranzgummischicht abgeschliffen ist und der Reifen schnell ersetzt werden sollte.“

 

v.l.n.r.: Dirk Gleinser, Robert Merk, Fridolin Herb

Busreifen als eierlegende Wollmilchsau

Ein prüfender Blick auf die Reifen ist Teil der morgendlichen Abfahrkontrolle durch die insgesamt 30 Fahrer. Einmal wöchentlich gehen die Busse zudem durch einen umfassenden Wartungs-Check bei Fridolin Herb. Spätestens dann fällt die Entscheidung, ob ein Reifen zu ersetzen ist. Die Montage nimmt das Werkstatt-Team selbst vor. Einen kleinen Vorrat an Reifen hat man in der Regel auf Lager.

„Das ständige An- und Abfahren, der Stop- und Go-Verkehr in der Stadt, abruptes Bremsen, schnelles Anfahren sind eine besondere Belastung. Hinzu kommt die hügelige Landschaft im Allgäu und im Winter gibt es hier immer Schnee“, erklärt Robert Merk. Wenn es außerhalb der regulären Wartung mal schnell gehen muss, z.B. vor der Abfahrt eines Reisebusses kurzfristig die Entscheidung zum Reifentausch fällt, ist er mit den passenden Produkten prompt zur Stelle. Der Spezialist weiß aus jahrelanger Erfahrung genau, was ein Reifen können muss, um Kunden in der anspruchsvollen Busbranche zufrieden zu stellen. „Die Reifen müssen sehr zuverlässig sein, sie müssen was aushalten und bei jeder Witterung funktionieren.“ Hinzu kommen Eigenschaften wie absolute Laufruhe und ein möglichst niedriges Geräuschlevel.

„Das merken die Fahrgäste sofort, wenn ein Reifen zu laut ist“, bestätigt Fridolin Herb. Besonders bei Fernreisen kann das die Beförderungsqualität beeinträchtigen – ein „No Go“ für das auf absolute Kundenzufriedenheit wert legende Unternehmen mit zwei eigenen Reisebüros. Aber auch in der Stadt ist es wichtig, dass die Reifen leise und angenehm laufen. „Alles andere ist heutzutage auch nicht mehr tragbar. Daher wurde beim neuen Westlake-Busreifen ausdrücklich Wert auf die Abrollgeräusche gelegt“, erklärt Dirk Gleinser. Die passende Lösung für die neue Produktreihe wurde von Hersteller ZC Rubber gemeinsam mit universitärer Forschungshilfe gefunden.

Die bei Berchtold eingesetzten Westlake-Reifen haben Fridolin Herb in der Praxis überzeugt, auch im Winter. Im Linienverkehr legen sie täglich pro Bus 200 km zurück und befördern jährlich 480.000 Personen. Sowohl die Laufleistung von circa 60.000 km, als auch die Traktion, der Komfort, das Geräuschniveau und die Sicherheit erfüllen die hohen Erwartungen.

 

„Die Fahrer sind zufrieden, wir in der Werkstatt ebenfalls. Die Qualität ist absolut auf dem Niveau von Premiumreifen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist top. Wir werden die Reifen wieder nachkaufen“, kündigt der Werkstattleiter an. „Außerdem ist unser Ziel, sie nach dem ersten Einsatz-Zyklus zur Runderneuerung zu geben.“

 

Nachhaltigkeit als Teil der Zukunftsorientierung

Dies geschieht nicht nur aus Aspekten der Wirtschaftlichkeit. „Bei öffentlichen Ausschreibungen spielt der Einsatz runderneuerter Reifen inzwischen durchaus eine Rolle“, betont Fridolin Herb. Doch man legt bei Berchtold schon länger Wert auf Nachhaltigkeit in Form eines zweiten Reifenlebens. Dafür greift man auf die Produkte aus der Pneuhage Reifenerneuerungstechnik in Karlsruhe zurück.

Nach der Sichtung holt Robert Merk die abgefahrenen Reifen bei Berchtold ab. Der Pneuhage-Werksverkehr bringt sie nach Karlsruhe und schon wenige Tage später gehen die mit neuem Profil versehenen Reifen wieder nach Kempten zurück.

Als geprüfter Lizenznehmer für Recamic, einer Tochterfirma des Michelin-Konzerns, verarbeitet Pneuhage in zwei Runderneuerungswerken originale Michelin-Rohmaterialien. Die Profile entsprechen denjenigen aus dem bekannten Neureifensegment. Besonders zufrieden zeigt sich Fridolin Herb mit dem verwendeten Bus-Reifen-Profil XDA4S von Recamic: „Darauf können wir uns bei jeder Witterung das ganze Jahr über verlassen“.

Auch für die Zukunftssicherung hat das fast 100jährige Reiseunternehmen die Nachhaltigkeit im Blick. Den Fahrernachwuchs bildet man selbst aus. Werkstattleiter Fridolin Herb ist ebenfalls schon seit der Ausbildung im Betrieb.

Neueste Sicherheits-Technologie und Fahrerassistenzsysteme sind bei Berchtold Standard. So befinden sich schon lange Reifendruckkontrollsysteme an Bord und informieren die Fahrer ab 0,5 bar Druckverlust. Künftigen Innovationen gegenüber zeigt man sich offen und informiert sich bereits über Busse mit Elektro- oder Wasserstoff-Antrieb.

Sollten diese zum Einsatz kommen, können sie sich auch für deren Spezialbereifung auf die Pneuhage-Profis und deren breites Produktportfolio stützen. Dank ihres Fach-Wissens, z.B. welches Profil auf welchen Fahrzeugen mit welchem Luftdruck am besten funktioniert, wird die persönliche Beratung auch künftig noch für den gewissen WAU-Effekt sorgen.

Petra Lauber

Petra Lauber

Leitung Medien- & Öffentlichkeitsarbeit
Pneuhage Unternehmensgruppe

An der Rossweid 23-25
76229 Karlsruhe

Tel. +49 721 61 88 209

E-Mail: petra.lauber@pneu.com

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